Pilates bezeichnet ein Ganzkörpertraining zur speziellen Kräftigung der Beckenboden-, Bauch- und Rückenmuskulatur. Erfunden und entwickelt wurde diese Methode von dem Profisportler Joseph Hubert Pilates.

Pilates ist kein geschützter Begriff, daher gibt es zahlreiche verschiedene Formen. Die Mitglieder des deutschen Pilates Verband e.V. müssen jedoch eine einheitliche Ausbildung absolvieren und beziehen sich auf das Pilates nach Joseph Hubert Pilates.

Grundlagen des Pilates-Trainings

Pilates soll vor allem die tiefer liegenden, kleinen Muskelgruppen ansprechen, deren Kräftigung einer verbesserten Körperhaltung dienen soll. Eine fachliche Einführung in Pilatesübungen ist notwendig, um Haltungsfehlern vorzubeugen, die Verletzungsgefahr an sich ist jedoch eher gering.

Neben der Stärkung der Muskulatur sollen die Kondition und die Körperhaltung verbessert und der Kreislauf angeregt werden. Die Grundlage der Übungen bildet das Training der Stützmuskulatur rund um die Wirbelsäule sowie die Beckenboden- und die Rumpfmuskulatur. Wichtig ist, dass die Bewegungen langsam, fließend und kontrolliert ausgeführt werden. Ein angenehmer Nebeneffekt sind die Schonung der Gelenke und die Schulung der Atmung.

Rund 500 Übungen für Matte und Geräte

Experten empfehlen, dass Anfänger vorerst an speziellen Pilatesgeräten trainieren, bevor sie mit dem Mattentraining beginnen. Letzteres wird erst für Fortgeschrittene empfohlen. Pilates kennt fünf Geräte, die den Schülern die Ausführung der Übungen erleichtern sollen: Reformer, Cadillac, Chair, Barrel und Spine Corrector. Alle diese Geräte hat Herr Pilates selbst erfunden.